Auf einem sonnigen Hügel über der Alfama stand ein alter Olivenbaum, seine Äste gebeugt vom Wind des Tejo. Die Straßen Lissabons winden sich um ihn und das Licht glitzert auf den roten Dächern wie flüssiges Gold.
Ein kleiner Junge sammelte die Oliven, während die Stadt erwachte und dachte sich:
„Wie die Oliven brauchen wohl auch wir Zeit, um zu reifen.“
Die Oliven dufteten nach Erde, Sonne und Salz – und der Baum schien zu flüstern:
„Geduld, mein Kleiner. Alles, was wertvoll ist, wächst langsam und braucht Zeit – genau so wie eure Stadt und ebenso wie ihr Menschen.“